2. August 2008

Graupen?

„Ah… DDR-Couscous!“

- Moni K. (in der Weinerei Fra Rosas, Freitag 01. August 2008)

31. Juli 2008

Wissenschaft.

Ach, rief Humboldt, was sei Wissenschaft denn dann?

Gauß sog an der Pfeife. Ein Mann allein am Schreibtisch. Ein Blatt Papier vor sich, allenfalls noch ein Fernrohr, vor dem Fenster der klare Himmel. Wenn dieser Mann nicht aufgebe, bevor er verstehe. Das sei vielleicht Wissenschaft.

- Daniel Kehlmann, Die Vermessung der Welt, S. 247

30. Juli 2008

Zur Beziehungsfähigkeit eines Menschen.

„Das Dauerquasseln, das Überhandnehmen der Flatrates bedeutet doch nur, dass die sozialen Bindungen zu anderen nichts mehr wert sind. Nur ein Kleinkind muss seine Mutter stets verfügbar haben; wird der Mensch erwachsen, erlebt er, dass Beziehungen umso verlässlicher tragen, wenn man sich nicht in einem fort sieht. Dass sie in der Tiefe der Seele über längere Zeit nachwirken müssen. Deshalb suchen die Menschen sich Symbole, Ringe zum Beispiel, um ihre Zusammengehörigkeit auch in der Trennung zu spüren. Das geht durch eine dauernde akustische Verbindung verloren, wobei die Gespräche zwangsläufig verflachen. Zur Beziehungsfähigkeit eines Menschen gehört, dass er die Verbindung zu anderen in seinen Gedanken, seinem Innenraum stabil halten kann, ohne dauernd online zu sein. Und auf die Tragfähigkeit von Beziehungen ist unsere globalisierte Gesellschaft extrem angewiesen.“